Pflanzung und Pflege sind längst nicht so aufwendig,wie oft angenommen wird. Zunächst einmal: Rhododendron wachsen nicht im Moor, sondern die Wildarten stammen vielfach aus den Gebirgen, daher ja auch der deutsche Name ‚Alpenrose’. Die Bezeichnung „Moorbeetpflanzen“ ist ein wenig irrig. Damit Rhododendron in ihrem Garten gedeihen, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein, die wirklich überall, auch in Ihrem Garten, zu schaffen sind.
Beginnen wir mit der Luft: sie sollte ausreichend Feuchtigkeit enthalten. Nun, Wasser lässt sich überall beschaffen: Ideal wäre ein Gartenteich (den Sie schon haben, oder schon lange anlegen wollten), ein sprudelndes Wasserspiel oder ein munter murmelnder Quellstein, vielleicht auch nur die kleine Rinnsal-Anlage. All diese Möglichkeiten reichern die Luft mit Feuchtigkeit und den ganzen Garten mit entsprechender Kühle an, d.h. sie verbessern das Kleinklima.
Der Boden der Pflanzstelle sollte kalkfrei, feuchtigkeitshaltend, wasserdurchlässig, gut humos mit einem pH-Wert von 4,5 – 5,5 sein. All das ist zu erreichen, in dem eine Pflanzgrube ausgehoben wird, die ca. 4x so groß ist und etwa doppelt so tief wie der Ballen. Alsdann wird ein Teil des Bodenaushubs zu 50-70% mit feuchtem Torf vermischt und wieder eingefüllt, nachdem auch Sohle und Wände des Pflanzlochs gehörig gelockert sind.
In jedem Fall kann das Pflanzsubstrat stabilisiert werden durch kleinere und größere kalkfreie Steine. Sie halten die Wurzeln kühl, verbessern die Durchlüftung, Wasserhaltung und Wasserführung.
Die Ballen müssen dann gut feucht, mit der Erdoberfläche abschließen, gepflanzt und sorgfältig im Gießrand angegossen werden.
Tiefer darf nicht gepflanzt werden, damit die Wurzeln nicht ersticken.